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	<title>Initiative klimagerecht Leben</title>
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		<title>Gut sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Vossebrecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 22:26:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
		<category><![CDATA[Suffizienz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://klimagerecht-leben.de/gut-sein">Gut sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://klimagerecht-leben.de">Initiative klimagerecht Leben</a>.</p>
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<p><i>„Suffizienz ist viel mehr als nur weniger“</i></p>
<p>Dieses geflügelte Wort der Suffizienz-Bewegung will darauf verweisen, dass über den individuellen Verzicht hinaus eine suffiziente Lebensweise einen Gewinn an Lebensqualität und eine gesündere, friedlichere und gerechtere Gesellschaft verspricht. Das Leben im Genug ist also kein Opfergang in ein darbendes trostloses Dasein, sondern im Gegenteil ein erfüllendes und zufriedenes. Die Benefits des genügsamen Lebens aufzuzeigen, ist das A und O einer erfolgreichen Suffizienz-Kommunikation.</p>
<blockquote>
<p><a href="https://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/2020_2024/2024_03_Suffizienz.html"><i>„Suffizienz kann Baustein eines gelingenden Lebens sein“<span class="Apple-converted-space"> </span></i></a></p>
</blockquote>
<p>Dennoch ist es offensichtlich herausfordernd, die Vorteile einer Gesellschaftsutopie zu vermitteln, die die planetaren Grenzen schont und Ausbeutung von Natur und Mitmenschen vermeidet. Denn dieses Narrativ steht gegen unsere Alltagserfahrung, gegen die gängigen Erzählungen von Wachstum (jeden Tag in den Nachrichten, niemals hinterfragt), von Karriere, von Erfolg <i>(„mein Auto, mein Haus, meine Jacht“</i>). Die kurzfristigen Glücksbringer des Konsums müssten eingetauscht werden durch in gefühlt ferner Zukunft liegende neue Qualitäten.</p>
<p>Daher gilt die Faustregel, dass das böse Wort ‚Verzicht‘ unbedingt vermieden werden muss. Unausgesprochen wird nämlich vorausgesetzt, dass wir Menschen im tiefen Grunde unserer Herzen alle Egoist*innen seien.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber stimmt das?</p>
<p>Sind wir nicht eigentlich mehrheitlich in der Lage, Regeln des fairen Zusammenlebens einzuhalten? Die allermeisten Menschen ‚verzichten‘ schließlich darauf, zu morden, zu stehlen, zu betrügen, und dies nicht primär aus Angst vor der Strafe, sondern weil gesellschaftliche Normen des sozialen Zusammenlebens verinnerlicht wurden. Es gehört sich einfach nicht, und das reicht schon, um es nicht zu tun.</p>
<p>Somit stellt sich mir die Frage, ob mit dem erweiterten Horizont eines globalen Blicks auf die Kollateralschäden unseres Lebensstils nicht auch das allgemeine Gerechtigkeitsempfinden angesprochen werden kann.</p>
<p>Zweifellos ist es die Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass ein gerecht genügsames Lebens überhaupt ermöglicht wird. Doch dafür braucht es jene, die nicht auf den Tag X warten, an dem die Politiker*innen endlich ihre Hausaufgaben gemacht haben, sondern schon mal vorangehen, die suffiziente Strukturen bereits heute aufbauen, erproben und praktizieren.</p>
<blockquote>
<p><a href="%20https://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/2020_2024/2024_03_Suffizienz.html"><i>(…) eine große Transformation (wird nur gelingen), wenn veränderte Narrative, Leitbilder oder Metaerzählungen die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft neu beschreiben und sogenannte Pionier*innen des Wandels, also Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen, die Transformation (…) ‚von unten’ durch Innovationen und nachhaltige Praktiken anstoßen.“</i><span class="Apple-converted-space"> </span></a></p>
</blockquote>
<p>Doch oft erlebt man in Diskussionen einen ausgesprochen starken Widerstand gegen individuelle Verhaltensänderungen. Schließlich müsse sich <i>das System ändern.</i> Zweifellos richtig, nur: Wie macht man das, das System ändern? Sind nicht wir (!) das System, oder zumindest doch ein entscheidender Teil davon? Oder anders gefragt: Wie kann man wirkmächtiger das System ändern, als bei sich selbst zu beginnen und damit andere zu inspirieren?</p>
<p>Interessanterweise kommt dieser Widerstand gegen das Individuelle gar nicht so selten von Menschen, die aus voller Überzeugung Veganer*innen sind. Dabei ist doch die persönliche Entscheidung, vegan zu leben geradezu der Inbegriff von individueller Verantwortungsübernahme. Veganismus ist (meist) die ethisch gut begründete und deshalb respektable Lebensentscheidung, nicht mehr an einem massiven Unrecht, dem Ausbeuten, Quälen und Töten von Tieren, teilzuhaben. Für sich gesehen ändert sie das System noch nicht – aber sie unterwandert es: Je mehr Menschen sich dem Veganismus anschließen, desto weniger kann die Tierausbeutungsindustrie Gewinne mit unserem Geld machen! So einfach ist das. Warum sollte das nicht auch für andere Arten der Konsumverweigerung gelten?</p>
<p>Die sogenannten Carbon Majors,<b> </b>eine Handvoll Konzerne, 36 an der Zahl, sind verantwortlich für mehr als die Hälfte der globalen CO<span><sub>2</sub></span>-Emissionen. Big Oil<b> </b>investierte 2024 (im heißesten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen) über 1,1 Billionen Dollar in fossile Brennstoffe. Nicht zufällig sind diese Weltzerstörer aufs engste verbandelt mit Big Tech in der Hand einiger weniger rechtsextremer und antidemokratischer Multimilliadäre. Ihr Geschäftsmodell ist es, uns zu erzählen, wir müssten genauso egoistisch sein wie sie, wir müssten konkurrieren um Anerkennung, Status, materiellem Besitz und Macht. Sie sind deshalb so unerträglich erfolgreich, weil wir ihr Spiel mitspielen. Diese Leute haben genau so viel Macht über uns, wie wir ihnen geben. Wenn wir ihnen erlauben, uns selbst nur als Konsument*innen, also als ausbeutende und auszubeutende Masse zu erleben, dann sind wir ihnen schutzlos ausgeliefert. Dann geben wir unsere Autonomie auf, glauben nur, frei zu handeln, sind aber in Wahrheit Getriebene einer Konsumsucht, die uns von außen eingepflanzt wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><i>„Unterm Strich zähl ich“,</i> der grässliche Werbeslogan der Postbank bringt es auf den Punkt – Egoismus als Kernbotschaft, der Mensch als ein asozialer Homo Oeconomicus, „there is no such thing as society“ (Margaret Thatcher 1987), das Leben als andauernder sozialdarwinistischer Konkurrenzkampf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Aber das ist alles falsch!</p>
<p>Wir Menschen können unter günstigeren Umständen sehr wohl freundliche, emphatische, soziale, sogar liebenswerte Wesen sein. Altruismus und soziales Miteinander ist unser evolutionäres Erfolgsrezept.</p>
<p>Wird die positive Seite in unserem Menschsein allein deswegen viel zu selten angesprochen, weil „gut sein wollen“ zu kitschig klingt? Oder weil das Bemühen um ethisch korrektes Handeln mal leichtfertig, mal boshaft als naives Gutmenschentum verunglimpft wird? Die Motivation, sich grundsätzlich nicht mehr an Ausbeutung zu beteiligen, sich nicht mehr durch <a href="https://www.ullstein.de/werke/maenner-die-die-welt-verbrennen/hardcover/9783550202827">„Männer, die die Welt verbrennen“</a> missbrauchen zu lassen, keinen Anteil am Unrecht mehr haben zu wollen, hat dieser Gedanke nicht &#8211; Schönheit?</p>
<p><b>Weniger ist fair</b></p>
<p><b>Das Konzept der Suffizienz </b>ist daher auch ein Angebot für all jene, die schlicht gute Menschen sein wollen – und das sind die meisten! Es ist eine Einladung an alle, die verantwortungsvoll leben und nicht mehr nicht länger Handlanger der Zerstörung sein wollen.</p>
<p><b>Weniger</b> (Konsum, Verschwendung, Ausbeutung von Natur und Mitmenschen) für den wohlhabenden Teil unserer Gesellschaft (!) <b>ist</b> nämlich wirklich <b>fair</b> gegenüber jenen, die NICHT genug haben. Wir sollten nicht mehr verbrauchen, als uns zusteht und nichts besitzen, was uns nicht gehör <span class="Apple-converted-space">                                                                                                                                                                                                  </span>t.</p>
<p>Also:<span class="Apple-converted-space">  </span>Unseren Wertekompass überdenken, unsre erstaunliche Empathie-Fähigkeit wirken lassen und den Mut haben, <i>Wohlstand</i> jenseits von materiellem Besitz neu zu denken. <span class="Apple-converted-space">                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 </span></p>
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		<title>Warum wir weniger arbeiten sollten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tabea Schünemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 16:30:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<h1><b>Warum wir weniger arbeiten sollten </b></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>von Tabea Schünemann</strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>These 1: Arbeit ist politisch<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Thema Arbeit ist gerade hoch im Kurs in der politischen Debatte. Während Merz und Co. das Recht auf Teilzeitarbeit abschaffen wollen und Menschen ihre systemisch erzeugte Erschöpfung vorwerfen, gehen aktuell bundesweit Bus- und Bahnfahrer*innen im Streik auf die Straße für lebensnotwendige Entlastung. Hier geht es um ein Wahlmodell, in welcher Form diese erfolgen kann: mehr Lohn, mehr Urlaub oder Reduzierung von 38h auf eine 35h Woche bei vollem Lohnausgleich. Der Kommunale Arbeitgeberverband in Sachsen ging stattdessen in die Verhandlung des Tarifvertrags Nahverkehr (TVN26) mit der Forderung einer Erhöhung der Arbeitszeit auf 40h/Woche ohne Lohnausgleich, Streichung von Zuschlägen und weniger Krankengeld. Forderungen à la CDU.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Merz-Sprech ist Hohn in den Ohren der überlasteten Beschäftigten. „Ich will mich nicht weiter wie eine Zitrone ausquetschen lassen, ich bin doch keine Maschine“, sagt ein Straßenbahnfahrer bei einer ver.di Versammlung, „ich will mehr für meine Kinder da sein können“. Scheinbar ist ein krankes Kind zuhause zu haben, aber kein Grund für seine Chefs, eine Krankschreibung seinerseits zu akzeptieren. Ob er nicht eine Frau zu Hause habe, die sich kümmern könne? Pah!</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><span></span><i>Wir müssen weniger arbeiten, wenn wir das mit der Geschlechtergerechtigkeit hinkriegen wollen. Damit wir uns die Sorgearbeit überhaupt gerecht aufteilen können.</i></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch Migrationspolitik setzt sich in Arbeitspolitik um. Faustregel: Wer einen unsicheren Aufenthaltsstatus hat, hat meist die beschisseneren Jobs. Und ist leichter durch Angst vom Streiken abzubringen, das wissen die Arbeitgeber durch alle Branchen hinweg ganz genau. Spaltung durch Rassismus, Sexismus usw. ist immer noch das erfolgreichste Mittel gegen einen gemeinsamen erfolgreichen Arbeitskampf. Umgekehrt kann man aber genauso gut sagen: Solidarität am Arbeitsplatz im gemeinsamen Kampf für gerechte Bedingungen ist das wirksamste Mittel gegen Spaltung, Hass, Ausgrenzung. „“Zusammen geht mehr“ ist nicht nur ein netter Slogan“, sagt ein Mitarbeiter nach einem Streiktag neben mir beim Pizzaessen, „es ist unsere Erfahrung“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer also gegen rechts und für ein gutes Leben für alle eintreten will, ist bei der Unterstützung von Streiks im öffentlichen Dienst richtig. Und sei es nur durch das eigene Verständnis und positiv darüber Reden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber was hat das jetzt mit dem Klima zu tun?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>These 2: Weniger arbeiten ist Bedingung für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich kenn das von mir: Wenn ich gestresst bin und wenig Zeit habe, treffe ich schlechte Entscheidungen fürs Klima. Schnell noch die Tiefkühlpizza reinschieben, schnell was bestellen, weil zum Laden zu gehen hab ich keine Zeit und um die Hose zu reparieren, auch nicht, also zack, ne neue gekauft. Alles nicht so sehr „Leben im Genug“, wie der Sachverständigenrat für Umweltfragen es als notwendige Strategie fordert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Autorin Sara Weber schreibt: „Zeit ist eines der wichtigsten Güter, das wir brauchen, um die Klimakrise zu bekämpfen“. Wir brauchen Zeit, um uns zu engagieren, auszutauschen, zu vernetzen, zu bilden, Gewohnheiten zu ändern, und uns einzusetzen. Fakt ist auch: Länder mit kürzerem Arbeitspensum haben tendenziell einen geringeren ökologischen Fußabdruck.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Woran liegt das?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><span></span>Wer weniger arbeitet, pendelt weniger. So ließen sich ratz fatz Millionen Tonnen CO<span><sub>2</sub></span> einsparen. Studien aus Großbritannien zeigen: Würde die Viertagewoche auf breiter Basis eingeführt, wäre das so wirksam, wie 27 Millionen Autos von der Straße zu nehmen, also alle Autos in Großbritannien! This is what I call „Einsparpotential“, CDU!</li>
<li><span></span>Wer weniger arbeitet, hat mehr Zeit für klimagerechtes Verhalten &amp; politisches Engagement. Statt Wochenendtrips mit dem Flieger „zur verdienten Erholung“ gibt es Zeit für gesündere, nachhaltige Aktivitäten, bewusstere Konsumentscheidungen. Mehr für das, was wirklich zählt. Das würde uns gesünder machen. Und weniger einsam.<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li><span></span>Zu guter Letzt: Vor allem die Produktionsseite ist auch wichtig! Das Motto sollte sein: Anders nutzen und verteilen statt durch Arbeit immer mehr bauen, produzieren, schlachten, aufrüsten, …<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>These 3: Die Klimakrise verändert das Arbeiten sowieso</strong></p>
<p><span></span></p>
<p>2019 starb ein Saisonarbeiter aus Kroatien bei glühender Hitze auf der Arbeit auf einem Erdbeer- und Spargelfeld in Hessen. Kein Einzelfall. Auch auf dem Bau führen die Extremwetterbedingungen zu gefährlichen Arbeitsbedingungen. Die Branche ist jetzt schon massiv vom Klimawandel betroffen und gleichzeitig einer ihrer größten Treiber. Hier stellt sich die Frage, wer die Kosten der Klimakrise tragen wird. Sind es die Arbeiter*innen, die durch Mehrarbeit den Profitverlust ausgleichen sollen oder kann hier Entlastung für Klimagerechtigkeit sorgen? Klar ist: Hier gibt es plötzlich völlig unverhofftes Potential für Bündnisse im Kampf für Klimagerechtigkeit, wie es in Deutschland das Bündnis „Wirfahrenzusammen“ aus Fridays for Future und ver.di zeigt. Mit „LeipzigStehtZusammen“ habe ich aktuell die Ehre, im Nachfolgeprojekt in Leipzig die oben erwähnten Tarifkämpfe zu unterstützen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>These 4: Erschöpfung politisieren!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das macht mir sehr viel Hoffnung. Denn da gibt es Mehrheiten für ein Thema, ganz unabhängig von Ideologien, Milieus und Einstellungen zu Greta Thunberg. Und echte politische Hebel zur Veränderung durch Streiks. Entlastung durch Arbeitszeitverkürzung ist ein gemeinsames Thema. Alle arbeitenden Menschen würden davon profitieren. Und das Klima auch. Enorm.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Lasst uns also unsere Erschöpfung an der Arbeit, unsere „Burn-Out“-Gesellschaft, unseren Frust über ungleich verteilte Kinderbetreuung und das „immer zu wenig Zeit haben“ Gefühl politisch denken! Raus aus der Hustle-Culture, hin zum Genug für alle!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gerade, und vor allem, für die Klimagerechtigkeit.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weniger (arbeiten) ist fair!<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weiterlesen:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><span><a href="https://taz.de/Arbeitszeit-in-Deutschland/!6085829/">https://taz.de/Arbeitszeit-in-Deutschland/!6085829/</a></span></p>
<p><span><a href="https://7yov5.r.sp1-brevo.net/mk/mr/sh/1t6AVsd2XFnIGISmTMiYenZ5p6CBuO/10IFFhvgpUA9">https://7yov5.r.sp1-brevo.net/mk/mr/sh/1t6AVsd2XFnIGISmTMiYenZ5p6CBuO/10IFFhvgpUA9</a></span></p>
<p>Simon Schaupp: Stoffwechselpolitik. Arbeit, Natur und die Zukunft des Planeten. <a href="https://www.suhrkamp.de/buch/simon-schaupp-stoffwechselpolitik-t-9783518029862"><span>https://www.suhrkamp.de/buch/simon-schaupp-stoffwechselpolitik-t-9783518029862</span></a></p>
<p><span><a href="https://www.verdi.de/oeffentliche-private-dienste/mein-arbeitsplatz/busse-und-bahnen/tarifrunde-tv-n-2026">https://www.verdi.de/oeffentliche-private-dienste/mein-arbeitsplatz/busse-und-bahnen/tarifrunde-tv-n-2026</a></span></p>
<p><span><a href="https://tabeaschreibt.wordpress.com/2025/11/15/nein/">https://tabeaschreibt.wordpress.com/2025/11/15/nein/</a></span></p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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			</item>
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		<title>Schluss mit der Man-müsste-mal-GesellschafT</title>
		<link>https://klimagerecht-leben.de/schluss-mit-der-man-muesste-mal-gesellschaft</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Vossebrecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 16:20:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
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<h1><b>Schluss mit der Man-müsste-mal-Gesellschaft</b></h1></div>
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<p>Seit geraumer Zeit fühle ich mich zunehmend belastet durch <b>Fragen, drängende, bohrende, schlafraubende…</b></p>
<p>Als ich vor gut vier Jahren mit ein paar Freundinnen und Freunden begann, die Initiative KlimaGerecht Leben zu gründen, als eine Gruppe Menschen, die im „Vertrag mit Dir selbst“ die Bereitschaft erklären, individuell, gesellschaftlich und politisch Verantwortung für das große Ziel der Klimagerechtigkeit zu übernehmen, da ging es mir auch darum, endlich meinen persönlichen man-müsste-mal-Modus zu überwinden.</p>
<p>In unzähligen Gesprächen und Diskussionen mit Freund*innen und Bekannten lief es doch immer wieder auf das Gleiche hinaus: Man – wahlweise die Regierung, die Konzerne, die Gesellschaft, die Parteien oder schlicht die Leute – müssten dieses oder jenes tun oder lassen, um die Klimakrise zu entschärfen. Und dabei sind es so gut wie immer die anderen, die was tun <i>müssten</i>! Ich ging mir damit irgendwann selbst unfassbar auf die Nerven.</p>
<p>Und so hat es gut getan, die IKGL zu gründen, durchzustarten mit dieser kleinen, aber energischen und klugen Gruppe Gleichgesinnter. Ich glaube, wir dürfen heute sagen, dass wir etwas bewegt haben.</p>
<p>Und doch, sie sind wieder da, die</p>
<p><b>Fragen, drängende, bohrende, schlafraubende…</b></p>
<p>Seitdem hat sich viel bewegt in der Welt, und wenig davon zum Guten. Zwei der drängendsten Probleme unserer Zeit, die Klimakatastrophe und der globale Rechtsruck (und damit die Krise der Demokratie) haben jeweils in ihren Hochzeiten Hunderttausende auf die Straßen gebracht. Am 20. September 2019 demonstrierten deutschlandweit etwa 1,4 Millionen Menschen für mehr Klimaschutz, Anfang 2024 trieb es unzählige Menschen gegen die AfD und für die Demokratie in die Demos.</p>
<p>Das überwältigende gemeinschaftliche Hochgefühl jener Tage scheint verpufft zu sein. Das Klimathema hat (für die Leute, nicht für die Physik!) scheinbar völlig an Bedeutung verloren und die AfD ist laut Umfragen stärker denn je. Mit etwas Pech wird sie in diesem Jahr erstmalig einen Ministerpräsidenten (bewusst nicht gegendert!) stellen können.<br />So stellt sich die Frage, ob unsere Form des gesellschaftlichen Engagements und Aktivismus überhaupt noch zeitgemäß ist. Und vor allem: Welche Alternativen haben wir? Wie können, wie sollten wir Widerstand leisten? Sind wir widerständig genug?</p>
<p><b>Fragen, drängende, bohrende, schlafraubende…</b></p>
<p>Während die Krisen-Szenarien immer bedrohlicher werden, scheint unsere Gesellschaft erschöpft, gleichgültig vor Müdigkeit. Die Auslagen in den Politikregalen der Buchläden sind voll von Handlungsempfehlungen wie <i>„Das Buch gegen Nazis: Rechtsextremismus – was man wissen muss und wie man sich wehren kann“.</i> Man findet auch Titel wie <i>„Welt retten! Was jede*r dafür tun kann“</i> oder <i>„Wie genau die Welt retten?“</i> oder sogar <i>„#klimaretten: Jetzt Politik und Leben ändern“</i>. Nur, warum macht das niemand? Sind wir nicht alle schon wieder rückfällig im man-müsste-mal angekommen?</p>
<p>Jeden Morgen beim Blick in die Nachrichten fragt man sich, worüber man sich denn heute empören sollte – und dafür gibt es viele, allzu viele traurige Anlässe. Doch meist bleibt’s beim Empören und man denkt sich heimlich, man… Ihr wisst schon.</p>
<p><b>Fragen, drängende, bohrende, schlafraubende…</b></p>
<p>Sind wir also bereit, wenn es wirklich drauf ankommt? Und ist nicht schon diese Frage falsch gestellt, weil es längst drauf ankommt?</p>
<p>Wo werden wir sein, wenn sie kommen, um unsere Nachbar*innen zu deportieren, nach Syrien, nach Afghanistan, wie es die – nein, nicht die AfD, wie es die CSU nun fordert?</p>
<p>Wo wird sie sein, unsere vielbeschworene Solidarität, wenn es hart auf hart kommt in der Klimakatastrophe?</p>
<p><b></b></p>
<p><b>Fragen, drängende, bohrende, schlafraubende…</b></p>
<p>Und wo stehe ich? Genüge ich noch meinen eigenen Ansprüchen? Ist mein Aktivismus noch angemessen, wird er den Herausforderungen gerecht?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin erschöpft, nicht gleichgültig, aber doch müde, sehr müde.</p>
<p>***********</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So weit, so depri. Aber dann kam unser Offener Klimatalk am 24. Februar. Wir gaben ihm das Motto <b>Raus aus dem „Man-müsste-mal-Modus“</b>, ein gewagtes, aber voll geglücktes Experiment!</p>
<p><b>*** Dringend zur Nachahmung empfohlen ***</b></p>
<p>Erfreuliche 18 Menschen kamen, darunter zwei 17-jährige Schülerinnen, die darauf brennen, aktiv zu werden, sich zu engagieren, etwas zu bewegen. Aus einem Bündel guter Ideen haben wir vier soziale, suffiziente Projekte herausgearbeitet, die in nächster Zeit umgesetzt werden sollen. Für alle vier gibt es bereits Vorbilder aus anderen Städten, von denen wir lernen dürfen.</p>
<ol>
<li><b>Das „Du hast Hunger? Dein Essen ist schon bezahlt“-Projekt.</b> Noch fehlt uns ein griffiger Titel, aber die Idee ist so einfach wie effektiv. Viele Menschen können sich oft ihr Essen kaum leisten. Vielen anderen aber würde es nicht wehtun, ein paar Euro weniger in der Tasche zu haben. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, den bedürftigen Menschen ein Essen zu spendieren.<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p>Wir versuchen, mit Bäckereien zu starten &#8211; „Dein Kaffee/deine Brötchen/dein Brot sind schon bezahlt“. Wenn wir erfolgreich sind, dann möchten wir das Konzept auf Cafés und Restaurants ausweiten.</p>
<ol start="2">
<li>Man muss nicht für alles Geld bekommen, man kann Nützliches auch einfach verschenken. Die Idee eines Verschenk- oder <b>Umsonst-Laden</b>s wollen wir mit einem Stand beim Tag der Offenen Gesellschaft am 20. Juni erstmalig realisieren.</li>
<li>Wir erarbeiten eine Datenbank für <b>„Gute Orte Bergisch Gladbach“. </b>Darin werden Bioläden, Begegnungsorte, Tauschbörsen, Orte für Jugendliche, Repair-Cafés, Second-hand-Shops, Unverpacktläden u. v. a. m. aufgeführt. Es gibt bereits viel mehr gute Orte, als den meisten bekannt ist.</li>
<li>Ein großes ehrgeiziges Ziel für die Zukunft ist ein demokratischer Begegnungsort für Alle nach dem Vorbild „<a href="https://taz.de/Harald-Welzer-ueber-Heimat/!vn6134913/"><b>Wohnzimmer der Gesellschaft</b>“</a> </li>
</ol>
<p>Dort könnten ein Verschenk-Laden, eine Bücherei der Dinge, eine Küfa (Küche für alle), ein Spieletreff, ein Begegnungsraum und vieles mehr ihren Platz haben. Klar ist, dass wir das nicht allein werden stemmen können. Aber die Idee ist so reizvoll, so vielversprechend, dass sich das gemeinsame Brainstormen auf jeden Fall lohnen wird.</p>
<p>Und wenn auch nur ein oder zwei Projekte davon Wirklichkeit werden, dann hat es sich schon gelohnt! Wenn man’s nicht probiert, dann ist man schon gescheitert! Wir bleiben dran. Beim nächsten Klimatalk werden wir die Ideen weiterentwickeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span><b>Nachtrag:</b></span></p>
<p>Nichts ärgert die AfD mehr, als gelingende soziale Projekte! Ihr Kapital ist Unzufriedenheit, Egoismus und billige Empörung. Wir halten dagegen mit Mitmenschlichkeit und Solidarität.</p>
</div>
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		<title>COP 30 – Erfolg oder Scheitern?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Vossebrecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 11:37:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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<h1><b>COP 30 – Erfolg oder Scheitern?</b></h1></div>
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<p>Die <strong>COP 30</strong> ist Geschichte, Umweltminister Carsten Schneider ist „ein bisschen enttäuscht“…</p>
<p>Wie siehst Du das Resultat dieser Weltklimakonferenz? Kannst Du Fortschritte sehen? Was macht Dir Hoffnung? Was sind Deine Emotionen zum Abschluss und Ergebnis der COP 30?</p>
<p><b>Schreibe uns in der Kommentarfunktion.</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier meine ganz persönliche Einschätzung:</p>
<p>Wenn sich die Weltgemeinschaft 10 Jahre nach dem Pariser Abkommen nicht darauf verständigen kann zu bekunden, dass man es damals in Paris ernst gemeint habe, dann ist für mich nicht nur die COP 30, sondern das Format COP als Ganzes gründlich gescheitert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>In schöner Regelmäßigkeit richtet sich nach jeder enttäuschenden Konferenz der hoffnungsvolle Blick auf die nächste, in diesem Fall auf die COP 31 in der Türkei. Ich kann mich diesem Zweckoptimismus nicht mehr anschließen, lasse mich aber gerne positiv überraschen.</p>
<p>Für mich hat die COP 30 einmal mehr gezeigt, dass der notwendige Wandel – wenn er denn überhaupt kommt – nicht von den Regierungen und Staaten ausgehen wird. Er muss von unten kommen, er muss von UNS kommen. Von all jenen, die sich dem fossilen System verweigern, die nicht mehr mitmachen wollen bei Zerstörung und Ausbeutung von Mitwelt und Mitmenschen.</p>
<p><em>Roland Vossebrecker</em></p>
</div>
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		<title>Er-schöpft, SIE-SCHÖPFT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tabea Schünemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 11:29:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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<h1>Er-schöpft, sie-schöpft</h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>von Tabea Schünemann</strong></p></div>
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<p><strong>Warum ist es cool, krank zur Arbeit zu gehen?<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie geht’s dir?, fragst du.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich habe lange nicht mehr ausführlich in mich hinein gespürt. Ich liebe alles, was ich tue, aber ich rede auch zu viel darüber, was ich tue und weniger darüber, wie ich mich fühle. Ich bin Aktivistin und Studentin und Autorin und sehr stolz darauf. Aber wenn ich mich so definiere, wer bin ich dann noch, wenn ich mal nicht aktiv bin oder studiere oder schreibe?</p>
<p>Das ist, was ich denke.</p>
<p>Was ich sage, ist: Ja, ganz gut, viel los grad. Und dir?</p>
<p>Auch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Wie geht’s dir?“</strong> ist die politischste Frage, die ich kenne.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das ist die Frage, mit der wir vielleicht anfangen können und sollten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie geht’s dir in diesem System? Wie geht’s dir auf der Arbeit? In deinen Beziehungen? In deinem Körper?</p>
<p>Die Antwort von Studien und in meinem persönlichen Umfeld sowie meinem eigenen Leben lautet viel zu oft: Wenn ich ehrlich bin: Ich bin erschöpft. Ich hab zu wenig Zeit. Ich freue mich aufs Wochenende. Noch diese eine Sache erledigen und dann wird es ruhiger. Ja genau.</p>
<p>Und diese Antwort ist sehr politisch. Wenn wir merken: das geht nicht nur mir so, sondern dir ja auch. Dann wird daraus eine Systemfrage.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann merken wir: <strong>Unser System ist auf Erschöpfung angelegt.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><strong>Weil es aus uns schöpft.</strong> Unserem Körper, unserem Geist, unseren Fähigkeiten, unserer Zeit, unserer Energie. Weil es alles aus uns rausholen will. Uns er-schöpft. Und die Natur auch. Wir machen die Natur nutzbar, bebaubar, bewirtschaftbar. Und unsere Körper arbeitsfähig durch Care-Arbeit, durch Erziehung, Pflege, Sorge. Die Risiken und Nebenwirkungen werden dabei ausgelagert, knallen uns aber in Form von Naturkatastrophen und Burn-out wieder entgegen, bevor wir überhaupt eine Ärztin oder einen Apotheker fragen konnten.</p>
<p>„Immer mehr“ ist der Grundton, die Ausrichtung, die DNA unseres Wirtschaftssystems.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Grundfrage ist nicht: Was müssen wir produzieren, damit alle grundversorgt sind?</p>
<p>Die Frage ist: Wie lässt sich am meisten Profit machen?</p>
<p>Und das führt leider nicht automatisch zu unserer Grundversorgung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das führt zur Erschöpfung. Ich möchte gerne arbeiten, Sinn erleben, mich ausleben und entwickeln. Ich will aber nicht, dass mein Wert als Mensch davon abhängt und dass wir mit dieser „immer mehr“ Strategie uns und unser Zuhause zerstören.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir als Klimaaktivist*innen und Wissenschaftler*innen, die Suffizienz als Strategie des Genug fordern, sagen genau das: Es reicht! Wir haben Grenzen und die Erde auch und die gilt es zu respektieren. Und wenn mit dieser Art zu wirtschaften nicht geht, dann ändern wir die Art zu wirtschaften! Und trainieren uns nicht weiter darauf, es doch irgendwie möglich zu machen. Mit der nächsten Fitnessstudio-Mitgliedschaft, dem nächsten Yoga-retreat oder dem nächsten Selbst-optimierungs-Buch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Ich will das alles so nicht mehr.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>Ich will meinen Tag nicht mehr daran messen, was ich „geschafft“ habe. Denn dieses geschafft bezieht sich meistens auf meine Leistung und nicht darauf, ob ich heute besonders intensiv gelebt habe, ein tolles Gespräch hatte oder mich endlich mal getraut habe, zu weinen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich will meine Freund*innenschaften nicht danach aussuchen, was sie mir bringen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich will mich nicht schlecht fühlen, wenn ich krank bin. Ich will nicht, dass es cool, krank zur Arbeit zu gehen. Ich will nicht, dass es als besonders männlich gilt, krank zur Arbeit zu gehen. Oder als weiblich, sich „aus Liebe“ ausbeuten zu lassen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich will keine Angst vor dem Alter haben, wenn ich vielleicht auch Demenz bekomme, weil ich dann vermeintlich nichts mehr kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Letztens habe ich erst richtig verstanden, was Ableismus heißt. Es geht nicht nur um Diskriminierung von Menschen aufgrund einer Behinderung. Es geht darum, Menschen grundsätzlich Wert anhand von Fähigkeiten beizumessen (oder eben auch nicht).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das ist das, wie unsere Gesellschaft grundsätzlich funktioniert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Allein, weil ich hier das Wort „funktioniert“ benutze. Unsere ganze Sprache ist durchtränkt von Wirtschafts-Worten, die längst Einzug in unser Denken, Fühlen, Sprechen und sogar Lieben gefunden haben. Da geht es ums Investieren, um sich-lohnen, um sich-steigern, um produktiv, und letztlich eine Unterteilung von nützlichen und unnützlichen Menschen. Wohin uns das gebracht hat, daran haben wir am 9. November gedacht. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es ist überall: <strong>Wir tracken unsere Schritte, haben Sex mit Ziel und beten zu einem allmächtigen Herrn.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>Das ist „internalized capitalism“.</p>
<p>Und das ist kein Vorwurf. Das ist erstmal betrauernswert. Aber kann auch der Ort der gemeinsamen Wirkmacht sein. Denn es geht uns allen so. Die Erschöpfung ist ungleich verteilt, aber sie ist geteiltes Leid. Wenn wir uns nicht mehr einzeln selbst dafür die Schuld geben, dass wir uns so fühlen, sondern das als Systemfehler begreifen, ist das ein riesiger Schritt in Richtung Suffizienz und damit in Richtung unser aller Überlebens.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Also: <strong>Her mit der heiligen „Nutzlosigkeit“</strong>, dem eigensinnigen Trödeln, dem krank-zu-hause-bleiben, dem Nein-akzeptieren, dem „wie geht’s dir?“ statt „was machst du?“ Smalltalk, dem einfach-nur-so, dem sich-verquatschen, dem Tagträumen und Kunst-machen, einfach weil es Spaß macht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Rest is resistance!</strong> In diesem Sinne: einen schönen Sonntag euch!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Offener Klimatalk inklusiv und ein Brief an den Kanzler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Vossebrecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2025 15:44:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
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<h1><b>Offener Klimatalk inklusiv und ein offener Brief an den Kanzler<span class="Apple-converted-space"> </span></b></h1></div>
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<p><span style="font-size: 16px;">Seit bereits drei Jahren bieten wir etwa einmal im Monat unseren „Offenen Klimatalk“ an. Dies sind Treffen für interessierte Menschen zur Diskussion über alles, was sie in der Klimafrage bewegt. Dabei werden Sorgen und Ängste geteilt, Lösungen diskutiert und es wird zum Handeln motiviert.</span> </p>
<p>Den Klimatalk am 29. Oktober 2025 haben wir in Kooperation mit dem Verein <b><a href="https://www.die-kette.de">Die Kette e. V.</a>, </b>der Menschen mit einer psychischen Behinderung eine Unterstützung bietet, veranstaltet. Gemeinsam wollten wir die Perspektiven auf die Themen Klima und Gerechtigkeit erweitern und versuchen, aus unserem sonst doch recht privilegierten Kreis herauszutreten. Denn auch heute ist (Klima-)Aktivismus für viele Menschen leider aus diversen Gründen immer noch nicht zugänglich genug. Das möchten wir ändern und dabei auch selbst dazulernen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Tatsächlich waren einige neue Gesichter dabei und es ist ein inklusiverer Austausch als sonst gelungen. Daran wollen wir in Zukunft unbedingt anknüpfen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Für das Gemeinschafts-Erlebnis gab es anschließend an den Klimatalk ein Public Viewing des DFB-Pokalspiels 1. FC Köln gegen Bayern München<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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<p class="sdfootnote"><a href="https://taz.de/Seenotrettung-im-Mittelmeer/!6095105/"></a></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Als IKGL ist es uns immer wichtig, Menschen zu ermutigen sich demokratisch zu beteiligen. Diesmal setzten wir das gemeinsam direkt in die Tat um. Und so haben wir zusammen einen Brief an den Kanzler verfasst, in dem wir die Wünsche und Forderungen der Beteiligten gesammelt haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dabei war allen bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Friedrich Merz unsere Wünsche erfüllen wird, noch geringer ist, als dass der FC Köln gegen Bayern gewinnt. (Köln verlor 1:4)<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
</div>
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<p><span style="font-size: 16px;">Als IKGL ist es uns immer wichtig, Menschen zu ermutigen sich demokratisch zu beteiligen. Diesmal setzten wir das gemeinsam direkt in die Tat um. Und so haben wir zusammen einen Brief an den Kanzler verfasst, in dem wir die Wünsche und Forderungen der Beteiligten gesammelt haben.</span> </p>
<p>Dabei war allen bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Friedrich Merz unsere Wünsche erfüllen wird, noch geringer ist, als dass der FC Köln gegen Bayern gewinnt. (Köln verlor 1:4)<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
</div>
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				<a class="et_pb_button et_pb_button_0 et_pb_bg_layout_light" href="https://klimagerecht-leben.de/wp-content/uploads/2025/11/Brief-an-den-Kanzler.pdf" target="_blank">Brief an Herrn Bundeskanzler Merz</a>
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		<title>Gegen die Unmenschlichkeit der Bundesregierung- für einen Aufschrei der Menschlichkeit</title>
		<link>https://klimagerecht-leben.de/gegen-die-unmenschlichkeit-der-bundesregierung-fuer-einen-aufschrei-der-menschlichkeit</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Käsbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2025 11:52:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1><span style="font-size: large;"><b>Gegen die Unmenschlichkeit der Bundesregierung &#8211; <br />für einen Aufschrei der Menschlichkeit</b></span></h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>von Simon Käsbach</strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div class="p-pdf_iframe__page" aria-label="Seite 1" data-page-number="1">
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Die Bundesregierung streicht die Gelder für zivile Seenotrettung. Staatliche Gelder für </span><span role="presentation" dir="ltr">Organisationen wie Sea-Watch, Sea-Eye oder Leave No One Behind. </span></div>
<div class="textLayer"><br role="presentation" /><a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/foerdermittel-seenotrettung-auswaertiges-amt-100.html"><span role="presentation" dir="ltr">Dazu muss man sagen, dass die 2 Millionen Euro, womit die Seenotrettung vorher gefördert wurde, </span></a><br role="presentation" /><a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/foerdermittel-seenotrettung-auswaertiges-amt-100.html"><span role="presentation" dir="ltr">schon lächerlich gering waren.</span></a><span role="presentation" dir="ltr"> </span></div>
<div class="textLayer"><a href="https://rp-online.de/politik/deutschland/bundeshaushalt-und-sondervermoegen-so-sieht-das-mega-schuldenpaket-aus_aid-129830999"><span role="presentation" dir="ltr">Gerade wenn wir uns vor Augen führen, dass die Bundesregierung </span></a><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr"><a href="https://rp-online.de/politik/deutschland/bundeshaushalt-und-sondervermoegen-so-sieht-das-mega-schuldenpaket-aus_aid-129830999">bis 2029 ja 850 Milliarden Euro Schulden machen will</a>.</span></div>
<div class="textLayer"><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Bei Aufrüstung, Militär und Verteidigung geht es also schnell. Doch um aktiv Menschen vor dem </span><span role="presentation" dir="ltr">Ertrinken zu retten- da müssen sie sich scheinbar schon überlegen, ob dafür wirklich noch Geld </span><span role="presentation" dir="ltr">ausgegeben werden soll!? Das ist an Absurdität kaum zu übertreffen. </span></div>
<div class="textLayer"><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Aber mit welcher Begründungen würden die Gelder denn nun überhaupt gestrichen? </span></div>
<div class="textLayer"><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Als Bundeskanzler Friedrich Merz bei Maischberger gefragt wurde warum, antwortete er: </span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Weil es keine privatwirtschaftliche Aufgabe sei. </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Merz&#8216; Argument, Seenotrettung sei keine </span><span role="presentation" dir="ltr">privatwirtschaftliche Aufgabe, ist solange scheinheilig, bis es keine wirkungsvolle, nachhaltige und </span><span role="presentation" dir="ltr">menschenrechtsbasierte staatliche Seenotrettung (deutsch oder europäisch) jenseits von Frontex </span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">gibt. Frontex bringt die Geflüchteten zurück nach Tunesien oder Libyen, wo ihnen Haft, Folter, </span><span role="presentation" dir="ltr">Missbrauch und Tod droht.</span><span role="presentation" dir="ltr"> Oder wie wäre es, wenn es generell sichere Fluchtrouten gäbe und </span><span role="presentation" dir="ltr">Menschen gar nicht erst in die Gefahr kommen zu ertrinken?!</span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Seenotrettungsorganisationen wie Sea-Watch gibt es ja nur deshalb, weil es Staaten seit Jahren nicht </span><span role="presentation" dir="ltr">schaffen oder auch wollen, keine Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen! Genau das ist das </span><span role="presentation" dir="ltr">Problem und an Versagen kaum zu übertreffen! </span></div>
<div class="textLayer"><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Vor allem wenn man sich so gerne Menschenrechte, Freiheit und Fortschritt auf die Fahne schreibt, </span><span role="presentation" dir="ltr">sollte Deutschland seine Verantwortung gegenüber Geflüchteten umso ernster nehmen.</span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Dabei haben genannte und weitere Organisationen in den letzten Jahren eine unglaublich starke </span><span role="presentation" dir="ltr">Arbeit geleistet. <a href="https://taz.de/Seenotrettung-im-Mittelmeer/!6095105/">Insgesamt konnten durch sie circa 175.000 Menschen gerettet werden.</a></span></div>
<div class="textLayer"><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Und plötzlich sagt die Regierung jetzt: Nein, wir wollen euch kein Geld mehr geben. Ein Schlag ins </span><span role="presentation" dir="ltr">Gesicht der Menschen, die aktiv bei diesen Organisationen arbeiten, spenden oder sich anderweitig </span><span role="presentation" dir="ltr">für Menschenrechte für alle und das Recht auf Asyl einsetzten. </span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Kann es vielleicht sein, dass diese Streichung kein Zufall ist? </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Weil Regierungen in Deutschland und </span><span role="presentation" dir="ltr">Europa schon seit Jahren damit Stimmung machen, dass man ja keine Flüchtlinge mehr aufnehmen </span><span role="presentation" dir="ltr">könne. </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Weil der Rechtsruck sich besorgniserregend in ganz Europa, ja sogar auf dem ganzen Globus </span><span role="presentation" dir="ltr">ausgebreitet hat. Weil Merz, Spahn, Dobrinth Co. gar nicht an einer solidarischen Aufnahme von </span><span role="presentation" dir="ltr">Geflüchteten interessiert sind, sondern von nationalistischen Interessen getrieben sind. </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Weil sie sich </span><span role="presentation" dir="ltr">von der AfD und den Rechten in ihrer eigenen Partei treiben lassen. </span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr"></span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr"></span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Aber eins sei an dieser Stelle festgehalten: Menschen bewusst an der tödlichsten Grenze der Welt </span><span role="presentation" dir="ltr">ertrinken zu lassen ist und bleibt unmenschlich und wird es immer bleiben! </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Denn Menschenrechte </span><span role="presentation" dir="ltr">für ALLE sind nicht verhandelbar, egal was die Rechten/Rechtsextremen dieser Welt uns erzählen </span><span role="presentation" dir="ltr">wollen!</span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr"> Daran dürfen wir niemals zweifel: Menschenrechte gelten für ALLE, egal woher ein </span><span role="presentation" dir="ltr">Mensch kommt! </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Menschen sind und werden immer fliehen, wenn ihre Lebensbedingungen in ihren </span><span role="presentation" dir="ltr">Heimatländern nicht gut sind. Migration lässt sich nicht abschotten.</span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Eins muss also klar sein: Wir, egal ob Engagierte oder nicht, egal welchen Beruf wir ausüben, wo </span><span role="presentation" dir="ltr">wir leben oder uns zuhause fühlen, dürfen diesen menschenfeindlichen Kurs der Bundesregierung </span>nicht hinnehmen. Denn es geht uns alle an!  </div>
<div class="textLayer"></div>
<div class="textLayer">Wenn Menschen sterben dürfen wir nicht gleichgültig sein.</div>
<div class="textLayer">Wenn Menschen in Not sind und Hilfe brauchen dürfen wir nicht gleichgültig sein.</div>
<div class="textLayer">Denn wer hilft uns sonst, wenn wir Hilfe brauchen? </div>
</div>
<div class="p-pdf_iframe__page" aria-label="Seite 2" data-page-number="2">
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Uns alle eint eins: Wir sind alle Menschen. Egal ob wir aus Somalia, Afghanistan oder Libyen </span><span role="presentation" dir="ltr">fliehen oder hier in Deutschland leben. </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Wir sind und bleiben alle Menschen. </span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Menschen aber im Mittelmeer bewusst ertrinken zu lassen nimmt ihnen jegliche Menschenwürde.</span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr"></span><span role="presentation" dir="ltr">Wir müssen solidarisch sein und Menschlichkeit zeigen!</span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Wir müssen uns heute Gedanken darüber machen, wie wir geflüchtete Menschen solidarisch </span><span role="presentation" dir="ltr">aufnehmen. </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Dafür gibt es Wege und es ist unsere menschliche Verpflichtung. </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">Denn was sind </span><span role="presentation" dir="ltr">Menschenrechte uns sonst noch wert?</span><br role="presentation" /><span role="presentation" dir="ltr">Abschottung kann und darf niemals die Lösung sein!</span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr"> Man lässt keiner Menschen ertrinken und </span><span role="presentation" dir="ltr">sterben. </span></div>
<div class="textLayer"><span role="presentation" dir="ltr">PUNKT!</span><br /><span role="presentation" dir="ltr"></span></div>
<div class="textLayer">
<div id="sdfootnote1">
<p class="sdfootnote"><a href="https://taz.de/Seenotrettung-im-Mittelmeer/!6095105/"></a></p>
</div>
</div>
</div></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://klimagerecht-leben.de/gegen-die-unmenschlichkeit-der-bundesregierung-fuer-einen-aufschrei-der-menschlichkeit">Gegen die Unmenschlichkeit der Bundesregierung- für einen Aufschrei der Menschlichkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://klimagerecht-leben.de">Initiative klimagerecht Leben</a>.</p>
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		<item>
		<title>Petition &#8211; #wenigeristfair</title>
		<link>https://klimagerecht-leben.de/petition-wenigeristfair</link>
					<comments>https://klimagerecht-leben.de/petition-wenigeristfair#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Vossebrecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2025 15:32:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
		<category><![CDATA[Suffizienz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://klimagerecht-leben.de/?p=4250</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://klimagerecht-leben.de/petition-wenigeristfair">Petition &#8211; #wenigeristfair</a> erschien zuerst auf <a href="https://klimagerecht-leben.de">Initiative klimagerecht Leben</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Petition<br />#wenigeristfair<br />Keine Klimagerechtigkeit ohne Suffizienz</h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>von Roland Vossebrecker</strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Pünktlich zum Ende der parlamentarischen Sommerpause ist soeben unsere <b>Petition zu SUFFIZIENZ</b> online gegangen. </p>
<p><span style="font-size: large;"><b><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://weact.campact.de/petitions/keine-klimagerechtigkeit-ohne-suffizienz-weniger-ist-fair">Keine Klimagerechtigkeit #wenigeristfair</a></b></span></p>
<p>Wir fordern darin unsere maßgeblichen Politiker*innen auf, sich endlich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass es ohne ein Ende von maßloser Ressourcenausbeutung und Überkonsum, ohne ein GENUG FÜR ALLE nicht gehen kann mit dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen.</p>
<p>Bitte unterzeichnet die Petition und verbreitet sie auf allen Kanälen, wo immer es möglich ist.</p></div>
			</div>
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			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://klimagerecht-leben.de/petition-wenigeristfair">Petition &#8211; #wenigeristfair</a> erschien zuerst auf <a href="https://klimagerecht-leben.de">Initiative klimagerecht Leben</a>.</p>
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		<title>Weniger ist Fair</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tabea Schünemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 12:51:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
		<category><![CDATA[Suffizienz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://klimagerecht-leben.de/weniger-ist-fair">Weniger ist Fair</a> erschien zuerst auf <a href="https://klimagerecht-leben.de">Initiative klimagerecht Leben</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Weniger ist Fair</h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>von Tabea Schünemann</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Man könnte das auch umdrehen:<strong> Immer mehr ist gar nicht fair!</strong></p>
<p><i>Immer mehr</i> ist aber die Grundlage unseres Wirtschaftssystems.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die <i>physikalische Wahrheit</i> ist: <strong>Das ist nicht zukunftsfähig</strong>. Und auch gegenwärtig schon ungerecht. Unsere Wirtschaft macht die Reichen reicher, die Armen ärmer. Das Einzige, was zuverlässig wächst, ist der Spalt in der Gesellschaft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und: <strong>Unser Planet hat Grenzen und wir haben die meisten schon überschritten.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>Das ist nicht blöd fürs Klima, das ist brandgefährlich für uns! Schreibe ich bei 36 Grad. Und es wird noch heißer. <strong>Und wir deshalb nie wieder leiser!<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oft drehen sich Diskussionen um das böse Wort Verzicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich frag mich dann: Leben wir denn schon wirklich in der besten aller möglichen Welten?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Anders gefragt: Worauf verzichten wir aktuell?</p>
<p>Ich schreibe diese Zeilen in einem gottlos verspäteten, viel zu teuren Zug. Wir verzichten also gerade auf die Möglichkeit, so von A nach B zu kommen, dass</p>
<ol>
<li>Es stressfreie und bezahlbare Alternativen zum Auto gibt</li>
<li>Alle daran teilhaben können</li>
<li>Kinder in der Stadt frei spielen können<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Wir sicher in der Stadt unterwegs sind<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p>Dann fahre ich nachhause, in mein Dachgeschoss-WG-Zimmer. Immerhin habe ich ein Zimmer, auch wenn die Hitze sich darin staut wie die Zettel auf meinem Schreibtisch. Das geht nicht allen so. Das mit dem bezahlbaren Wohnraum.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir verzichten also darauf, so zu wohnen, dass</p>
<ol>
<li>für alle genug Platz ist</li>
<li>es für alle bezahlbar ist<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>wir darin vor Hitze und Kälte geschützt sind<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt noch schnell einkaufen, uff, auch das ist meistens weder gut noch günstig.</p>
<p>Wir verzichten also darauf, uns so zu ernähren, dass</p>
<ol>
<li>gesunde Ernährung für alle möglich ist</li>
<li>es gesund für uns und den Planeten ist</li>
<li>wir es wertschätzen und nicht Geld in die Tonne werfen in Form von verschimmeltem Brot</li>
<li>wir die Herstellung fair bezahlen<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p>All diese Probleme könnten auch durch eine Umstrukturierung der Arbeit gelöst werden. Denn mit einem bedingungslosen Grundeinkommen oder zumindest fairen Löhnen für wirklich sinnvolle Arbeit, könnten wir die Arbeitszeit verkürzen und hätten mehr Zeit, um uns zu kümmern: <br />um uns, unsere Liebsten und unsere Umwelt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Wir verzichten auf Qualität!</strong> Auf das, was uns wirklich wichtig ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir haben zu wenig von: Zeit, Gesundheit, Zufriedenheit, einer sicheren Zukunft und einem guten Gewissen den Marginalisierten der Gegenwart gegenüber.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So viele Menschen verzichten auf das Mindeste, damit wir „uns mal was gönnen können“. Es sind nur 11% der Menschen weltweit, die überhaupt fliegen. Woher nehmen wir dieses Recht? Aus unserer Hautfarbe oder unserer Nationalität? Bei dem Gedanken wird mir schlecht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Antwort ist: <br /><strong>Weniger von dem Quatschkonsum, mehr Grenzen für die größten Zerstörer, mehr von dem Guten!<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>Auf den Weg dahin müssen wir uns natürlich gemeinsam einigen. Ich will ja gerade nicht, dass ein paar Wenige alles bestimmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und: unser brennender Planet seufzt, ächzt und schreit: <br /><strong>Wie wollt ihr eigentlich leben? <br />Oder nein: Wollt ihr eigentlich <i>leben</i>?<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://klimagerecht-leben.de/weniger-ist-fair">Weniger ist Fair</a> erschien zuerst auf <a href="https://klimagerecht-leben.de">Initiative klimagerecht Leben</a>.</p>
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		<title>36°</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tabea Schünemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 12:49:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://klimagerecht-leben.de/36-2">36°</a> erschien zuerst auf <a href="https://klimagerecht-leben.de">Initiative klimagerecht Leben</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>36 GRAD</h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>von Tabea Schünemann</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_31  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>36 Grad und es wird noch heißer</strong></p>
<p>Und wir deshalb nie wieder leiser</p>
<p>Denn das Ganze ist, ums runterzubrechen<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein vermeidbares Menschheitsverbrechen<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es sind einige wenige, und das Muster erkenn ich<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Denn ja, sie sind meistens weiß, reich, alt und männlich<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die für ihren eignen verdammten Gewinn<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Alles zerstören und wir nehmens hin<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>weil sie gut darin sind und sich verbandeln<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>den Ruf von alle dem zu verschandeln,<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>was wichtig ist für unser Leben<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>und ja, so viel Gutes könnte es geben!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Leben in Freiheit und Frieden<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>In Sicherheit und gleich-und-verschieden<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Und wieder und wieder werden wirs sagen</strong></p>
<p><strong>Und wieder und wieder werden wir klagen</strong></p>
<p><strong>Und wieder und wieder werden wirs zeigen</strong></p>
<p><strong>Und wieder und wieder aufhörn zu schweigen<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Denn das Gute ist, wer hätte´s gedacht:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auch unser System ist menschengemacht<span class="Apple-converted-space"> </span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://klimagerecht-leben.de/36-2">36°</a> erschien zuerst auf <a href="https://klimagerecht-leben.de">Initiative klimagerecht Leben</a>.</p>
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