eine  Einladung

„Es ist nicht Deine Schuld,
dass die Welt ist, wie sie ist,
– es wäre nur Deine Schuld,
wenn sie so bleibt.“

Die Ärzte, „Deine Schuld“

Eine  freiwillige  Selbstverpflichtung 

Dies  ist  nun  das  Kernstück  unserer  Initiative.

Wir  laden  Dich  ein,  einen
Vertrag  mit  Dir  selbst
für  ein klimagerechteres  Leben  ab-  

und  sich  unserer

Initiative  klimagerechtes  Leben

anzuschließen.

Wir sind kein Verein, kein Club, keine Partei, kein konspirativer Zirkel, und Deine Teilnahme ist natürlich vollkommen freiwillig und unterliegt auch keiner Kontrolle.

Wir schreiben niemandem vor, wie viele Kilometer im Jahr mit einem Auto zurückgelegt werden dürfen, wieviel Fleisch gegessen werden darf oder wie hoch die Spendensumme an Hilfsorganisationen sein muss.

Vielmehr geht es darum, ein gesteigertes Bewusstsein für die Klima- und Gerechtigkeitsproblematik zu entwickeln und zu teilen und dadurch selbstkritisch das eigene Leben klimagerecht einzurichten.
Die einzige Kontroll-Instanz ist das eigene Gewissen, das dann hoffentlich kein schlechtes ist.

Einmal begonnen – das wissen wir aus eigener Erfahrung – wird das klimagerechte Leben zum Selbstläufer. Mit dem richtigen Bewusstsein für das Thema bekommt man immer mehr Spaß an der konsequenten Verbesserung des eigenen Lebens.

Manche Schritte sind allerdings auch mal mühsam, mancher Verzicht kann auch mal schwerfallen und Abwägungen zwischen Alternativen sind oft schwierig.
Im „Netzwerk“ Initiative klimagerechtes Leben ist aber auch das viel leichter, da wir uns gegenseitig inspirieren und beraten können.

Mit diesem „Vertrag mit uns selbst“ gehen wir den entscheidenden Schritt von vielen mühsamen Einzelentscheidungen hin zu einer Grundsatzentscheidung für ein klimagerechtes Leben.

„Per se nachhaltige Technologien und Objekte sind schlicht undenkbar. Allein Lebensstile können nachhaltig sein. (…) Folgt man dem (..) Budgetansatz, so stünde jedem Erdbewohner bis 2050 noch ein jährliches Emissionsquantum von 2,7 Tonnen CO2 zur Verfügung. Wer diese Forderung ablehnt, will entweder keinen Klimaschutz oder keine globale Gerechtigkeit.“

Nico Paech, Befreiung vom Überfluss, 2016

Klimagerechtes  Leben  bedeutet

möglichst  konsequentes Handeln 

nach bestem Wissen und Gewissen

in  folgenden  Bereichen:

Einsparung  von  CO2

 

und anderen klimaschädigenden Emissionen, wo immer dies möglich ist:

Mobilität und Reisen machen etwa 20 % unserer privaten CO2-Bilanz aus, auf unsere Ernährung entfallen ca. 16 %, auf Strom und Heizung 22 %.

In allen diesen Bereichen lassen sich große Einsparungen verwirklichen:

· kein oder so wenig Auto fahren wie möglich, stattdessen Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel,

· Bahn statt Flugzeug,

· eine weitestgehend vegetarische oder vegane Ernährung,

· und selbstverständlich lässt sich mit Ökostrom und Ökogas, und evtl. mit einer Solaranlage, einer Wärmepumpe etc. die persönliche Bilanz deutlich verbessern.

· Besonders sollte die Vermeidung von Verschwendung jeder Art eine Selbstverständlichkeit für uns sein!

Und wir hüten uns ganz bewusst vor dem Rebound-Effekt*. Ein paar Mal den Bus nehmen und sich dann deswegen einen Flug in den Urlaub leisten, ist für uns keine Option!

* Gemeint ist damit, wenn eine Einsparmaßnahme einen höheren Verbrauch bewirkt, z. B. wenn Energiesparlampen nicht mehr ausgeschaltet werden oder wenn ein spritsparsames Auto umso mehr gefahren wird.

„Wir fordern von unserer Regierung, dass sie ihre Klimaziele einhält.

Das Gleiche sollten wir von uns selbst verlangen.“

Carl Tillessen, Konsum, 2021

Konsumkontrolle  und -verzicht,  Fairness

Sonstiger Konsum macht mit etwa 42 % den allergrößten Anteil unserer persönlichen CO2-Bilanz aus. Bemerkenswerterweise wird darüber fast nie gesprochen.

· Reparieren statt neu kaufen spart Ressourcen und Energie. Auf das Argument: „Für den Preis der Reparatur bekommst Du auch ein Neues“ wollen wir nicht mehr hereinfallen. Es ist nichts anderes als eine Aufforderung zur Ressourcen-Verschwendung.

· Unser Geld sollte fair und nachhaltig angelegt sein. Wir wollen ja keine umwelt- und klimaschädigenden Investitionen mittragen.

· Jedes Produkt, das nicht eigens hergestellt werden muss, ist die bessere Alternative. Daher bieten Second-hand-Shops gute Lösungen für viele Bedürfnisse.

· Bei unvermeidbarem Konsum sind faire und nachhaltige Produkte oberstes Gebot, insbesondere in den sensiblen Bereichen Ernährung, Kleidung und Elektronik.

 

· Jedes Produkt, das wir nicht kaufen, ist die beste Alternative. Durch Verzicht auf Überflüssiges, auf Sinnloses, auf überhöhten Konsum lassen sich die größten Einsparungen sowohl in unserer CO2-Bilanz wie auch in unserem Geldbeutel erreichen.

Der Verzicht auf unnötigen Konsum ermöglicht uns auch, in ganz neuem Maßstab unseren Reichtum zu teilen:

klimagerechtes  Spenden

Wir spenden großzügig an Hilfsorganisationen, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen und den Opfern der Klimakatastrophe insbesondere in Ländern des globalen Südens beistehen.

Wenn man das Konzept von Spenden als Akt der Klimagerechtigkeit verstanden und verinnerlicht hat, dann fällt das Spenden leicht, – dann geht es nur noch um eine Zahl auf dem Konto.

„Daher möchte ich (…) für ein sehr einfaches und konkretes Ziel eintreten: Wer finanziell einigermaßen gut abgesichert ist, soll fünf Prozent seines Einkommens für einen guten Zweck spenden – und wirklich Wohlhabende deutlich mehr. Jedenfalls hoffe ich, dass die Menschen einsehen, dass sie auf diesem Niveau spenden sollten und auch können.“

Peter Singer, Leben retten, 2010

Für die meisten Menschen in Deutschland sollte das kein Problem sein. Allerdings gibt es auch unter uns Menschen, deren finanzielle Situation eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben kaum zulässt und deren Spielraum zu spenden deshalb sehr gering ist.

Wer nicht oder nur wenig spenden kann, ist dennoch herzlich willkommen, sich nach den individuellen Möglichkeiten als Teil unserer Initiative das Leben klimagerecht einzurichten und sich zu beteiligen.

Faustregel:
Je höher das Einkommen,
desto größer der CO2 -Abdruck,
desto gerechter die Spende!

Politisches  Engagement

…ist eine Selbstverständlichkeit für uns. Wer konsequent das Leben klimagerecht einrichtet, ist natürlich auch politisch engagiert.

Wir bilden uns ja nicht ein, dass wir mit unserer persönlichen klimagerechten Lebensumstellung das Klima retten könnten. Dafür muss es systemische Veränderungen geben und da ist die Politik gefordert.  Deswegen (unter)schreiben wir Petitionen, wenden uns an die politischen Entscheidungsträger*innen, fordern weitreichenden und einschneidenden Klimaschutz und so findet man uns natürlich auch immer wieder auf den Klimademos.

Wir appellieren an die Politik, uns umfassenden, gerechten Klimaschutz zuzumuten!

Überzeugungsarbeit

Die Initiative Klimagerecht Leben soll wachsen. Wir versuchen aktiv andere Menschen zu überzeugen, sich uns anzuschließen.

Wir zeigen, dass ein besseres Leben möglich ist, dass man viel bewirken und dabei Spaß haben kann und Sinn erlebt.

Wir leben es vor!

„Man sollte mit seinem vorbildlichen Konsum auch Vorbild sein. Denn nur so führt der gute Konsum zu immer besserem Konsum.“

Carl Tillessen, Konsum, 2021

Inspiration

„Wie finden wir das nötige Vertrauen, dass wir gemeinsam viel bewegen können, und die nötigen Lösungen, so dass Platz für ein gutes Leben für alle ist?“

rausgeblickt: Maja Göpel, Pandemie und Klima, 2021

Wir inspirieren uns gegenseitig. Im „Netzwerk“ der Initiative Klimagerecht Leben ist klimagerechte Lebensgestaltung leichter und macht viel mehr Spaß!

Ihr seht, wir gehen anspruchsvoll an die Sache ran, und wenn Du jetzt denkst: „Wow, eigentlich eine super Sache, aber ich für meinen Teil bin noch nicht so weit.“ – dann – Trommelwirbel – finden wir das richtig großartig!

In dem „noch nicht“ steckt ja eine prima Perspektive! Egal wo Du stehst, Du kannst Dich auf den Weg machen!

Wir selbst waren auch mal richtige Fleischfresser (heute sind wir eingefleischte Vegetarier), sind durch und um die Welt geflogen und fanden T-Shirts bei KIK für drei Euro super (u. v. a. P. m.*). Wir haben also gar zu lange viel zu unreflektiert gelebt.

Dann kam das Wissen, das Gewissen (das erst mal gar nicht so gut war!), die Erkenntnis, und so haben wir uns auf den Weg gemacht. Und siehe da: Unser Leben ist dadurch immer besser geworden. Das Verständnis für globale Klimagerechtigkeit bewirkt, dass man nicht mehr zurück kann. (Tja, Pech gehabt – nein: Glück gehabt!)

Übrigens: Wir müssen nicht perfekt sein, aber wir haben die Möglichkeiten und die Freiheit, so vieles zu verbessern.

Wir werden nicht (allein) die Welt, den Planeten, das Klima retten – aber wir können aktiv Teil der Lösung sein.

* und vieles andere Peinliche mehr. smile

Be  part  of  the  solution  –  not  of  the  pollution

Wie gesagt: Einmal begonnen wird das klimagerechte Leben zum Selbstläufer.

Also nur Mut, probiert es aus und habt Spaß dabei…

Wer sich hier einträgt, steht für unsere Ideen und versucht sie nach den individuellen Möglichkeiten umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Wir freuen uns natürlich über Alle, die sich hier eintragen und unterschreiben. Aber bitte tut dies nicht voreilig! Hier unterschreibst Du nicht irgendeine Petition, sondern Du erklärst mit Deinem Namen Deine Bereitschaft, selbstkritisch Dein Leben klimagerecht im Sinne des „Vertrags mit Dir selbst“ zu verändern und einzurichten. 

Eine freiwillige Selbstverpflichtung -zum Eintragen

Dein  Vertrag  mit  Dir  selbst

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Dürfen wir eine Antwortmail zusenden?

13 + 11 =

Wir sind dabei!

...

Bei einem evtl. Austragungswunsch bitte hier melden.