Warum  diese Initiative?

Gibt es nicht bereits genügend Klimaschutz-Demos, Vereine, Organisationen, Initiativen?

Wozu noch eine weitere?

Das Wissen um den menschengemachten Klimawandel ist schon recht alt.
Die ersten Erkenntnisse zur Wirkung von Treibhaus-Gasen in der Atmosphäre stammen aus dem 19. Jahrhundert.

1896 errechnete der schwedische Naturwissenschaftler und Nobelpreisträger Svante Arrhenius, dass eine Verdopplung des CO2 -Gehalts der Atmosphäre einen Temperatur-Anstieg von 4 bis 6 Grad zur Folge haben werde.

Der Anstieg von CO2 in der Atmosphäre wurde 1957/58 erstmals nachgewiesen. In den 1970er Jahren warnte die National Academy of Science (USA) erstmals vor der globalen Erwärmung.

1990 erschien der erste Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel of Climate Change, IPCC (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klima-Änderungen), kurz des Weltklima-Rates.

Mittlerweile vergeht kaum eine Woche mehr ohne eine Meldung einer Klimawandel-bedingten Katastrophe. Und aus der Wissenschaft hören wir die eindringlichsten Warnungen vor der sich immer weiter verschärfenden Klimakrise.

2019 warnten 11.000 Wissenschaftler*innen vor „unsäglichem Leid“, das die Klimaerwärmung über die Menschheit bringen werde. Im Juli 2021 erneuerten sie die Warnung, dieses Mal mit knapp 14.000 Unterzeichner*innen.

Die Reaktionen aus der Politik: … Schweigen

Zwar geht die neue Bundesregierung („Ampel-Koalition“) das Thema wesentlich ambitionierter an als die Vorige, aber an die nötigen „Zumutungen“ (weniger Auto, weniger Fleisch, weniger Konsum und Luxus etc.) wagt sie sich kaum heran. Stattdessen gilt weiterhin die Erzählung von wachsendem Wohlstand trotz Klimaschutz.

Es ist immer noch nicht erkennbar, dass die Politik die Klimafrage als das behandelt, was sie tatsächlich ist: Eine Menschheitsbedrohung.

Unser auf Wachstum basierendes Wirtschaftssystem steht gleichermaßen in der Verantwortung. Eine globalisierte, deregulierte Weltwirtschaft, in der Profit über Verantwortung steht, wird die Klimakrise weiter befeuern.

Die heutigen globalen Märkte ohne ausreichende Regeln gehen meist rücksichtslos den Weg der höchsten Rendite zulasten des Klimas, der Umwelt und der Menschenrechte in den Ländern des Globalen Südens.

Auch große Teile der Gesellschaften der reichen Industrienationen versagen. Wir in den reichen Industrienationen haben die Klimakrise in Gang gebracht – und wir befeuern sie noch heute. Die schlimmsten Folgen tragen allerdings (bisher) vor allem diejenigen, die am wenigsten zur Katastrophe beigetragen haben: Heute bereits die Menschen der armen Länder des globalen Südens, morgen unsere Kinder, Enkel und alle künftigen Generationen.

Trotz der beinahe täglichen Meldungen über Klimakrisen und Katastrophen leben die meisten Menschen in der westlichen Welt ihr Leben weiter wie bisher. Die Bedrohung durch die Klimakrise wird erfolgreich ausgeblendet, eine atemberaubende kollektive Verdrängungsleistung!
Und gar zu oft fehlt die Bereitschaft, die Verantwortung für die Folgen des eigenen Lebensstils zu übernehmen.

Es gibt aber durchaus immer mehr Menschen, die sich der Herausforderung stellen, Menschen, die einsehen, dass es so nicht weitergehen kann, Menschen, die Verantwortung für ihr Leben übernehmen wollen.

Warum  also  diese  Initiative?

In dieser Initiative sammeln sich Menschen, die bereit sind, ihr Leben konsequent nachhaltig zu ändern und klimagerecht ihren Reichtum mit denen zu teilen, die am meisten unter der Klimakatastrophe leiden.

Wir entlassen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht aus der Verantwortung, im Gegenteil: Durch unser eigenes konsequentes Verhalten und Leben gewinnen wir die Motivation für politisches Engagement und politische Überzeugungskraft, und wir gestalten eine global solidarische Gesellschaft.

Wir haben einfach keine Lust mehr auf „man-müsste-mal-Stammtisch-Empörungs-Rhetorik“.

Wir haben keine Lust mehr, auf die Politik, auf ein neues faires Wirtschaftssystem, auf gesellschaftliche Veränderung zu warten.

Die  Veränderung –  der  klimagemachte  Menschenwandel  – beginnt  bei  uns  selbst,  jetzt!

Vom „klimagemachten Menschenwandel“ – ein Scherz mit Hintersinn:

Wir selbst haben gar zu lange über Veränderungen unseres Lebensstils nur geredet.

Jetzt ist die Zeit des Handelns gekommen.

Die Klimakrise vermittelt uns das Bewusstsein, dass ein klimagerechtes Leben nötig und auch möglich ist.

Wenn wir jetzt konsequent handeln und unser Leben klimagerecht ausrichten, dann sind wir Teil der Lösung, um eine noch größere Katastrophe in naher Zukunft zu verhindern. Lasst uns diese Chance nutzen!

Wir  wollen  eine  Trendwende –

wir  leben  die  Trendwende!