Das Suffizienz-Bündnis

Ziel des informellen Bündnisses ist es, das Thema Suffizienz (die Strategie des Genug) in die breite gesellschaftliche und politische Debatte zu bringen.

Ca. alle drei Monate laden wir zum Austausch in Sachen Suffizienz ein.

Neben Inputs zu spezifischen Suffizienz-Themen von versierten Fachleuten diskutieren wir untereinander diverse Fragen rund ums Thema oder planen gemeinsame Aktionen.

Die Austausch-Treffen sind offen für alle Interessierte, Aktivist*innen, Vereine, Initiativen und Wissenschaftler*innen.

Die Treffen finden Online statt über livingutopia

Kontakt: Suffizienz@klimagerecht-leben.de 

Definition unserer Rolle im Bündnis 

Wir übernehmen die Koordination der Treffen und des Bündnisses, das natürlich wachsen darf und soll. Dafür werden wir weiter kräftig werben.

Unser Schwerpunkt liegt auf dem politischen Aktivismus, wie wir es mit den Abgeordnetenmails bereits begonnen haben und mit der Petition an die neue Bundesregierung (und weiteren Aktionen) fortsetzen wollen. 

Und schließlich können und wollen wir Multiplikator*innen Eurer Expertise sein, z. B. in Vorträgen und Workshops, in denen wir Suffizienz vorstellen und vermitteln, wie auch in der politischen Kommunikation, in der wir Ignoranz bloßstellen, die Zaghaften ermutigen und die Willigen zu Verbündeten machen. 

AUSBLICK

5. Bündnistreffen Suffizienz, 20. April 2026

Am 20. April wird Michael Golze von der Deutschen Umweltstiftung unser Gast-Referent sein:

„Wie kann Suffizienz als Orientierung für ein gutes Leben innerhalb planetarer Grenzen vermittelt werden, ohne in Verbotslogiken oder Verzichtsdiskurse zu verfallen? Der Vortrag gibt Einblicke in Kommunikationsstrategien und Bildungsformate der Deutschen Umweltstiftung und zeigt anhand der stiftungseigenen Kampagne kaufnix und des Schulprojekts „Suffizienzdetektive“, wie Suffizienz verständlich, positiv und wirksam vermittelt werden kann.“

Wir freuen uns erneut auf spannende und inspirierende Impulse.

RÜCKBLICK

4. Bündnistreffen Suffizienz, 12. Januar 2026

Als Gastreferentin sprach Astrid Hake vom Netzwerk Eine Erde über Suffizienz im Gebäudesektor.

In ihrem eindrucksvollen Vortrag wurde klar, dass im Bereich Wohnen und Gebäude individuelles Handeln schnell an seine Grenzen stößt, und politische Rahmensetzungen notwendig sind. Die Vorteile einer suffizienten Wohn-Strategie (Bestand besser nutzen statt Neubau) liegen indes auf der Hand:

  • Geringerer Ressourceneinsatz als bei Neubauten
  • Bis zu 62 Prozent günstiger als Neubau
  • Stabile soziale Infrastruktur in einem Quartier
  • Zunahme Wohnzufriedenheit im Quartier
  • Minderung des Risikos von Einsamkeit
  • Erleichterung Umzug und Zuzug von Arbeitskräften in produktive Regionen
  • Reduzierung der Risiken für eine Zersiedlung der Landschaft im Außenbereich

Wir diskutierten außerdem in Gruppen, wie viel Zumutung in der Suffizienz-Kommunikation möglich oder notwendig ist.

 

3. Bündnistreffen Suffizienz, 6. Oktober 2025

Am 6. Oktober war Lars Arvid-Brischke vom Ifeu-Institut Heidelberg unser Gastreferent. Er hat uns in einem spannenden Vortrag das Wohnprojekt Collegium Academicum (kurz CA) in Heidelberg vorgestellt. Das CA ist ein selbstverwaltetes Wohnheim, das sich durch eine suffiziente Wohnkultur auszeichnet: Bewohnende haben die Möglichkeit ihren privaten Raum zugunsten der Wohngemeinschaft nach Bedarf zu vergrößern und zu verkleinern. Studierende haben mit dem CA ein Wohnheim errichten können, welches im Einklang mit basisdemokratischen und ökologischen Prinzipien betrieben wird.

Im Anschluss haben wir unsere weiteren Projekte diskutiert:

  • Unsere Initiative erarbeitet einen neuen Suffizienz-Flyer mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu erreichen, in dem wir Suffizienz möglichst praktisch und einfach erklären. Wir möchten für die gesellschaftliche Debatte weg vom wissenschaftlichen und etwas sperrigen Begriff „Suffizienz“ und erarbeiten gerade ein nahbares Konzept des „Genug“. Danke an alle Teilnehmenden, die uns Feedback zu unserem aktuellen Entwurf gegeben haben! 

2. Bündnistreffen Suffizienz, 7. Juli 2025

Beim zweiten Bündnistreffen freuten wir uns über Jeannette Behringer (Verantwortliche für Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre im Sustainability Hub der Uni Zürich), die uns den Zukunfts-Workshop „Wege zur Suffizienz“ vorstellte. Den gibt es hier zum kostenlosen Download

1. Bündnistreffen Suffizienz, 7. April 2025

Start unser regelmäßigen Vernetzungstreffen für Alle, denen eine suffiziente Lebensweise am Herzen liegt, für alle, die wissen, dass es ohne nicht gehen wird mit dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen, für alle, die wissen, dass nur Suffizienz klimagerecht ist.

Wir haben uns riesig gefreut, so eine vielfältige, spannende und kompetente Runde für unser gemeinsames Herzensthema zusammenbekommen zu haben. Und wir glauben, dass es sich lohnt, diesen Ansatz, Expertise mit Interesse und Aktivismus zusammenzubringen, weiterzuverfolgen.